„Alles perfekt bei GTS“
Turbolader
Zurück zum LexikonMotor
Er besteht aus drei Baugruppen: dem Turbinengehäuse auf der Abgasseite, dem Verdichtergehäuse auf der Ansaugseite und der Rumpfgruppe dazwischen. In dieser läuft eine gemeinsame Welle mit Turbinen- und Verdichterrad, die sich mit weit über 100.000 Umdrehungen pro Minute drehen kann. Die Lager werden meist durch Motoröl geschmiert und gekühlt, das über eine Ölleitung zugeführt wird. Manche Lader besitzen zusätzlich einen Anschluss an den Motorkühlmittelkreislauf.
Die verdichtete Luft gelangt über Ladeluftschläuche zum Ladeluftkühler und anschließend zum Motor. Da der Lader erst bei ausreichendem Abgasstrom Druck aufbaut, kann bei niedriger Drehzahl ein verzögertes Ansprechen entstehen – das sogenannte Turboloch. Kleine Lader, variable Turbinengeometrie und mehrstufige Aufladung können diesen Effekt verringern. Bei Benzinmotoren verhindert ein Schubumluftventil beim Gaswegnehmen, dass die verdichtete Luft gegen das Verdichterrad zurückströmt.
Häufige Fragen zum Turbolader
Was ist der Unterschied zwischen Turbolader und Kompressor?
Beide verdichten die Ansaugluft, unterscheiden sich aber im Antrieb. Der Turbolader nutzt die Energie der Abgase, während ein Kompressor mechanisch über einen Riemen oder elektrisch angetrieben wird. Ein Kompressor spricht meist direkter bei niedriger Drehzahl an, benötigt dafür aber eigene Antriebsenergie.
Siehe auch: Turbolader
Auch bekannt als: Abgasturbolader, Turbo, ATL, Lader, Turbocharger